Wieso Kebony Terrassen?

Dauerhaft und nachhaltig: Neues Holz dank grüner Technologie

Dauerhaft und nachhaltig: Neues Holz dank grüner Technologie Der grosse Vorteil von Kebony gegenüber vielen anderen Terrassenhölzern ist, dass keine Beize oder Öle benötigt werden. Sind die Kebony Dielen einmal verlegt, bedarf es keiner zusätzlichen Behandlung ausser der normalen Reinigung von Staub, Blättern und Schmutz. Damit erspart Kebony seinen Eigentümern nicht zur viel Zeit, sondern auch langfristig viel Geld und ist somit eine Echtholz-Option, die sich lohnt. Wer Holz verbaut, führt meist gutes im Schilde. Natürliche Optik, Gesundheit und Nachhaltigkeit stehen an erster Stelle der Motive für den Einsatz von Holz im Bauwesen. Viele Architekten und vor allem Bauherren und Endverbraucher tun sich aber immer wieder schwer mit dem Thema Pflege und Dauerhaftigkeit. Die Kebony Technologie schafft Abhilfe. Sie macht Kiefer quasi zu Teak.

Wer Holz verbaut, führt meist gutes im Schilde. Natürliche Optik, Gesundheit und Nachhaltigkeit stehen an erster Stelle der Motive für den Einsatz von Holz im Bauwesen. Viele Architekten und vor allem Bauherren und Hausbesitzer tun sich aber immer wieder schwer mit dem Thema Pflege und Dauerhaftigkeit. Die Kebony Technologie schafft Abhilfe. Sie macht Kiefer quasi zu Teak.

Das Dilemma: Der Wald in Europa hat wenig an natürlich dauerhaften Hölzern zu bieten. Lediglich zwei Holzarten, die Eiche (Quercus spp.) und die Robinie (Robinia pseudoacacia) erreichen ausreichende Dauerhaftigkeit, um im Außenbau bei direkter Bewitterung mehr als 30 Jahre ihre Funktion zu erfüllen. Aber auch da sind die Planer und Bauherren nicht vor Überraschungen gefeit. Im Schloss Ludwigslust waren Gartenbauelemente aus Robinie schon nach fünf Jahren durchgefault.

Sie mussten ersetzt werden, obwohl Robinienkernholz die höchste Dauerhaftigkeitsklasse hat. Wie kann das sein? Der Holzexperte Koch sagt: „Für die Bauteile wurde fast ausschließlich das marknahe Jugendholz verwendet, das eine deutlich geringere Dauerhaftigkeit aufweist.“ Auch hier bleibt dann wieder nur der Einsatz tropischer Hölzer oder der Griff zum chemischen Holzschutz. Und das ist für viele eben immer noch Gaga.

Verzaubertes Holz

Da drängt sich die Frage auf, ob man überhaupt dauerhaftes und dimensionsstabiles Holz verbauen kann, ohne auf tropische Harthölzer zurückzugreifen oder das Holz mit giftigen Substanzen zu behandeln? Per Brynildsen, Entwicklungschef bei Kebony, lächelt bei dieser Frage. Er ist kein Aufschneider, sondern ein kühler Kopf. Kebony macht nämlich aus ganz gewöhnlicher europäischer und amerikanischer Kiefer mit Hilfe eines neuartigen Verfahrens ein High-End-Produkt, sozusagen Edelholz aus Norwegen. Es erreicht die technischen Qualitäten von Teakholz, ist sehr dauerhaft, sehr dimensionsstabil und sehr fest.

Das Geheimnis nennt sich Holzmodifizierung. Der Clou: Kebony verwendet dazu weder synthetische Chemie noch toxische Substanzen. Das Holz wird in einem patentierten Prozess mit einem Bioalkohol imprägniert und dann getrocknet. Der Ausgangsstoff, Furfural, wird aus Biomasse gewonnen, zum Beispiel aus den Reststoffen der Zuckerproduktion. „Wir sind durch und durch nachhaltig“, sagt der Entwicklungschef Brynildsen. Und Sabine Domayer, Marketingchefin von Kebony sagt: „Unser Produkt ist einzigartig, da wir keine erdölbasierten Chemikalien einsetzen und daher selbst Kebony-Resthölzer wie unbehandeltes Holz entsorgt werden können.“

Raus aus dem Holzschutz-Dilemma

Wie funktioniert das? Der Bioalkohol durchtränkt die Zellwände des Holzes und vernetzt sich mit dem Gewebe. Dadurch wird das Holz hydrophobiert. Es nimmt also kaum noch Feuchtigkeit auf. Selbst bei maximaler Luftfeuchte bleibt die Holzfeuchte unter 6 %. Enzymatischer Holzabbau durch Pilze und Insekten ist kaum noch möglich, da die Schadorganismen das Holz nicht mehr als Nahrung erkennen. So erreicht Kebony eine extrem hohe Dauerhaftigkeit (Klasse 1).

Die geringe Feuchteaufnahme erhöht gleichzeitig das Stehvermögen des Holzes. Es verwirft sich kaum noch, bleibt dimensionsstabil. Und noch ein Effekt macht sich bemerkbar. Die Vernetzung des Bioalkohols mit dem Holz festigt dessen Gewebestruktur. Die Dichte steigt an und damit verbessern sich sämtliche mechanischen Eigenschaften. Das Holz wird härter und fester. Aus Kiefer wird quasi ein tropisches Hartholz. Und das ganz ohne Nebenwirkungen.

Pflegeleicht wie WPC

Wie bei jedem Bodenbelag im Außenbereich ist regelmäßige Reinigung und Pflege auch bei Kebony wichtig. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Kebony Terrasse auch Jahre später noch schön aussieht. Der grosse Vorteil von Kebony gegenüber vielen anderen Terrassenhölzern ist, dass keine Beize oder Öle benötigt werden. Sind die Kebony Dielen einmal verlegt, bedarf es keiner zusätzlichen Behandlung ausser der normalen Reinigung von Staub, Blättern und Schmutz. Damit erspart Kebony seinen Eigentümern nicht zur viel Zeit, sondern auch langfristig viel Geld und ist somit eine Echtholz-Option, die sich lohnt.

Kebony Terrassen in Deutschland

Szenenwechsel in die hessische Provinz. Die Schreinerei Mihm hat einen Auftrag für eine über 200 qm große Terrasse einer Villa bei Fulda erhalten. „Wir hatten zunächst Bangkirai im Blick, allerdings ist das kein Holz, das man barfuß begehen sollte. Hinzu kam, dass die Bauherrin das Haus nach Feng Shui-Kriterien hat planen lassen und da stand Nachhaltigkeit der Rohstoffe natürlich auch im Fokus. Wir sind dann auf Kebony gestoßen“, berichtet der Schreiner. Nach Bemusterung und Rücksprache mit den Architekten Vettermann und Rickens war die Bauherrin von dieser Holzart sehr angetan. Auch die dunkle Farbe und die dichte Oberfläche des Holzes entsprachen genau ihren Ansprüchen.

Marcell Bernhardt, Deutschlandchef von Kebony mit Sitz in Bremen berichtet: „Wir haben mittlerweile Kebony-Holz in zahlreichen Projekten einsetzen können: von der Dachterrasse der ProSiebenSat1 Mediagruppe in München bis hin zu Ostsee-Strandwegen, Kindergärten oder dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Derzeit ist es eine Holzart für hohe Ansprüche, die vor allem im Objektbau und für gehobene private Bauvorhaben zum Einsatz kommt. Dass es selbst dem kalt-feuchten Klima in Skandinavien trotzt, ist sicher eine Argumentationshilfe.“

 

Autor:

Constantin Sander, Dr. rer. nat., Diplom Holzwirt. Forschungstätigkeit an der Universität Hamburg im Bereich Waldschäden, Dendroökologie. Danach einige Jahre bei der Stiftung Holzforschung in Wageningen (Niederlande) im Bereich Holzmodifizierung und Holzschäden beschäftigt, u.a. als Projektleiter. Seit 2008 als freier Berater. Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mosbach.