Was man über Holzterrassen wissen muss

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Was man über Holzterrassen wissen muss

Schon gewusst? Das Wort „Terrasse“ leitet sich vom französischen terrasse ab – das bedeutet schlicht ‚Erdanhäufung‘. Zum Glück gibt sich heute kein Kunde mehr mit der einfachen Anhäufung von Erde als Sitzplatz im Garten zufrieden – für die meisten Garten- und Landschaftsbauer ist der Terrassenbau inzwischen ein festes Aufgabenfeld geworden. 

Was man über Holzterrassen wissen muss

Viele Fehler entstehen schon in der Planungsphase. Oft wird nur entworfen, aber nicht wirklich geplant. Es beginnt schon mit der sorgfältigen Auftragsklärung. So sollte unbedingt mit dem Kunden abgeklärt werden, wie er die Terrasse nutzen will. Wird sie stark frequentiert? Wird sie barfuß begangen? Ist zu erwarten, dass sich Dreck sowie Laub in den Fugen ablagern kann? Welche Lebensdauer erwartet der Kunde und möchte er lieber eine natürliche Vergrauung der Oberfläche oder soll durch eine regelmäßige Öl-Behandlung die Vergrauung verzögert werden?

Das alles beeinflusst die Wahl der Holzart, aber auch der Konstruktion. Bei diesen Projekten gibt es also reichlich Gestaltungsspielraum – wir stellen hier die beliebtesten Varianten vor und verraten, was es beim Bau und der Materialauswahl zu beachten gibt: 

Ein Platz an der Sonne 

Was man über Holzterrassen wissen muss

Der Stand der Sonne, das Grundstück oder persönliche Vorlieben – all das entscheidet über die Platzierung der Terrasse. Für Sonnenanbeter ist eine Ausrichtung der Terrasse nach Süden am sinnvollsten. Eine Terrasse mit West-Ausrichtung liegt nicht den ganzen Tag in der Sonne, erhält dafür aber noch das warme Abendlicht – ideal für berufstätige Pärchen. Braucht es eine zusätzliche Treppe, einen Steg oder führt sogar eine kleine Brücke zum geplanten Deck? Schließt die Terrasse direkt am Haus an oder soll sie eine eigene Insel im Garten bilden?

Den Kunden hier gut zu beraten, sichert langfristig Zufriedenheit und Folgeaufträge. Wichtig: Für aufgeständerte Terrassen und Brücken aus Holz benötigt das Material eine bauaufsichtliche Zulassung. Kebony Clear 22 x 142 ist derzeit das einzig modifizierte Holz mit einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (abZ) und darf neben z.B. Ipé und Bongossi, für tragende Konstruktionen in der Außenanwendung bis Gebrauchsklasse 3.2. verwendet werden. 

Mach mich trocken, Baby!

Was man über Holzterrassen wissen muss

Außenbeläge sind nicht wasserdicht – darum müssen Natursteinbeläge und Holz durch passende Drainagesysteme geschützt werden. Der Aufbau von Terrassen ist dabei besonders kritisch – laut Bauschadensbericht ist jeder dritte Balkon- oder Terrassenbelag ein Sanierungsfall. Ein häufiger Auslöser sind fehlende Drainagesysteme.

Gerade bei Holzterrasse ist neben hochwertigem Holz der richtige Bau entscheidend. Damit Regenwasser gut abfließen kann, muss das Gefälle der Dielen mindestens 1–2 Prozent betragen. Ist es geringer, bilden sich Wasseransammlungen an der Oberfläche und nachfolgend auch im Holz, was die Lebensdauer verkürzen kann. Oft werden die Stöße der Dielen falsch ausgeführt. Zwischen den Dielen muss das Wasser frei abfließen können.

Das gelingt nur, wenn die Stöße nicht auf einem Balken enden. Dort sammelt sich sonst das Wasser und dringt in die Hirnholzflächen ein. Letztere werden auf der Baustelle nach dem Zuschnitt am besten versiegelt. Und noch ein häufiger Fehler: Zwischen Terrasse und Terrassentür gehört bei Niveaugleichheit unbedingt ein Entwässerungsrost oder auch eine Regenrinne. Sonst kann bei Starkregen oder Schnee Wasser in den Innenraum des Gebäudes eindringen.

Terrasse mit Einbauschrank

Was man über Holzterrassen wissen muss

Kissen für die Gartenmöbel, Utensilien für den Grill, Spielsachen – der Garten ist inzwischen ein etabliertes Wohnzimmer im Freien. Aber: Wohin mit all den Sachen? Schauen Sie sich die Gegebenheiten genau an und überlegen gemeinsam mit dem Kunden, ob nicht der gleichzeitige Einbau von Stauraum Sinn macht. Gerade bei einer Holzterrasse können Sitzgelegenheiten und andere Einbauten aus dem gleichen Material gefertigt werden – so entsteht mehr Platz, ohne das harmonische Gesamtbild zu zerstören.

Holz ist nicht gleich Holz

Was man über Holzterrassen wissen muss

Frisch verlegt sieht jede Terrasse gut aus. Damit das auch so bleibt, müssen Planer und ausführende Betriebe einiges beachten. Zunächst: Terrassen sind nach DIN 68800, Teil 1 meist der Gebrauchsklasse 3 zuzuordnen. Kriterien sind dabei die direkte Bewitterung (nicht unter Dach) und kein ständiger Erd- oder Wasserkontakt. Kann das befeuchtete Holz schnell wieder abtrocknen, gehört es in die Gebrauchsklasse 3.1. Ist aber anzunehmen, dass sich Wasser im Holz anreichert, auch räumlich begrenzt, dann gehört es in die Gebrauchsklasse 3.2.

Aber ein Kunde muss auch wissen, dass Nadelhölzer keine »Barfußhölzer« sind. Gerade an Kanten kann es zur Absplitterung kommen. Wer kleine Kinder hat, wird darüber nicht sehr erfreut sein. Ein von Kebony patentiertes Verfahren erhöht die Widerstandsfähigkeit und Dimensionsstabilität des Holzes – biobasiert und ohne Schadstoffe. Kiefer wird hierbei in einem patentierten Prozess in einem Bioalkohol getränkt und anschließend getrocknet. Dabei wird die Zellstruktur des Holzes permanent verändert.

Es erreicht die technischen Qualitäten von Teakholz, ist dauerhaft, dimensionsstabil und erhält eine dunkelbraune Farbe. Alle Kebony-Hölzer entwickeln im Lauf der Zeit eine silbergraue Patina, wenn sie direkter Bewitterung ausgesetzt sind. In Verbindung mit der richtigen Verlegeart und fachkundiger Ausführung durch die GaLaBau-Betriebe entsteht nahezu Splitterfreiheit. Auf alle Kebony-Dielen gibt es 30 Jahre Garantie.

Riffel gegen Rutschen?

Was man über Holzterrassen wissen muss

Die glatte Diele eignet sich für Holzterrassen übrigens besser als die geriffelte Diele. Viele Laien meinen, dass die Riffelung die Rutschfestigkeit erhöhe. Das ist aber nicht der Fall. Sie sorgt dafür, dass eine homogenere Oberflächenstruktur entsteht. Äste und Risse werden überdeckt. Mehr ein optischer, denn ein technischer Effekt.

Die glatte Diele bietet mehr Reibungsfläche und daher mehr Rutschfestigkeit und hat ebenfalls den Vorteil, dass die spätere Reinigung mit dem Besen wesentlich einfacher ist. Ausserdem kann die glatte Diele im Gegensatz zur geriffelten oder genuteten auch abgeschliffen werden. Die glatten Dielen aus Kebony Holz gibt es in der Variante Clear (astfrei) und Character (mit sichtbaren Ästen) – so kann von edlem Bauhaus-Stil bis zum nordischen Look jeder Kundenwunsch erfüllt werden. 

Vergiss das Ölen (nicht)?! 

Was man über Holzterrassen wissen muss

Nach Fertigstellung der Terrasse erfolgt die Übergabe an den Bauherren. Das klingt banal, ist es aber nicht. Denn zur Übergabe gehören auch Pflege- und Wartungshinweise. Wie wird sich das Holz verändern? In welchem Umfang muss mit Trocknungsrissen gerechnet werden? Hölzer wie Kebony brauchen z.B. außer der Reinigung mit Wasser keine weitere Pflege – das lästige Ölen entfällt komplett. Können Pflanzen auf die Terrasse gestellt werden? Wie ist die Oberfläche zu behandeln und was sollte der Nutzer besser vermeiden.

Das Säubern mit einem Hochdruckreiniger ist zwar effektiv, raut aber vor allem bei Nadelhölzern das Holz sehr stark auf und ist daher bei viele Holzarten nicht empfohlen. Kurzum: Der Kunde benötigt eine Pflegeanleitung, im Idealfall vom Hersteller. Werden zudem Wartungsintervalle vereinbart, können Schäden frühzeitig erkannt und behoben werden! Um schöne und reklamationsfreie Terrassen zu erstellen, sollten die ausführenden Unternehmen sich regelmäßig fortbilden und die Eigenschaften von neuen Materialien sowie die Anforderungen aus Regelwerken und Vorschriften kennenlernen.