Fordypningsrommet: Rückzugsort für Künstler auf Fleinvær
Håvard Lund
Fleinvær, Norway 
2014

Fordypningsrommet: Rückzugsort für Künstler auf Fleinvær

Aksel Jermstad

Hoch im Norden, eine Bootsstunde von Bodø entfernt, stößt man auf die den Elementen ausgesetzte Inselgruppe Fleinvær. Dennoch ist diese wunderschöne Gegend dank eines einzigartigen Bauprojekts mit einer Fassade aus Holz ein beliebter Aufenthaltsort für Künstler aus der ganzen Welt.

Hier hat Musiker Håvard Lund einen Rückzugsort für Kunstschaffende geschaffen. Die Idee: Die Künstler sollen „zuerst von allem losgelöst werden und dann ankommen.“ Auf Englisch ist dieser Ort bekannt als „The Arctic Hideaway“.

Nachhaltig: Bauen mit Holz

Aufgrund seiner geografischen Lage und des harten Klimas hielt man das Projekt lange für zu ambitioniert. Auch Lund,der Begründer, hatte manchmal Zweifel.

„Mit diesem Projekt wollte ich in erster Linie etwas für die Ewigkeit bauen“, erklärt er. „Bevor ich aber wirklich nur ansatzweise daran glauben konnte, hatten die Gebäude bereits den ersten harten Winter überlebt. Denn nachdem sie selbst nach mehreren Orkanen noch wie Felsen in der Brandung dastanden, wusste ich: Was, wenn nicht das wird alles überdauern?“

Besonders wichtig war, dass die Gebäude wirklich Wind und Wasser standhalten. Darüber hinaus sollten sie nachhaltig sein – deswegen bekamen Sie eine wartungsfreie Holzfassade.

Lund: „An allererster Stelle steht die Rücksicht auf die Natur. Erst danach geht es darum, dass Menschen für viele Jahre Freude daran haben sollen. Wir wussten, dass wir zuerst mit den Kräften der Natur zurecht kommen mussten. Nur so kann man etwas erschaffen, das von alleine und ohne weiteres menschliches Zutun fortbesteht.“

Graue Holzfassade – im Einklang mit der Natur

Die Holzfassade aus Kebony Character fügt sich nahtlos in die urnorwegische Landschaft ein und erzeugt ein Gefühl natürlicher Harmonie. Das Holz der Fassade wird sich über die Jahre langsam von braun zu silbergrau verfärben – die zeitlose Eleganz und die robusten Eigenschaften bleiben.

Heute macht sich Håvard Lund keine Gedanken mehr über die Zukunft des Refugiums Fordypningsrommet: „Dieses Bauwerk wurde in seiner Ausführung und hinsichtlich der Wahl des Holzes für die Fassade für die Zukunft gebaut. Dabei wurde das Projekt in jeder Phase mit Qualitätsbewusstsein und Leidenschaft begleitet. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen.

International anerkannte Architektur aus Holz

Das Ergebnis ist überzeugend: Das Gebäudeensemble hat eine ganze Reihe von Preisen gewonnen und wurden vom lokalen wie auch internationalen Umfeld in den höchsten Tönen gelobt. So haben sich schon viele von diesen Gebäuden faszinieren lassen. Künstlerinnen und Künstler kommen aus aller Welt, um diesen Ort zu erleben. Letztes Jahr wurde Fordypningsrommet zudem von der renommierten Website Architizer in der Kategorie „Architektur in der Landschaft“ zum Gewinner gekürt und Lonely Planet stellte es auf dem Titel als einer der „schönsten Orte zum Aufwachen“ vor.

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