EFH in Sinzing

Ein Haus aus Kebony – Das Konzept mit den Sonnenstrahlen

Beim Hausbau möglichst viel Energie und Vorteile durch die natürliche Kraft der Sonne gewinnen – das war eine der Überlegungen von Architektin und Stadtplanerin Tanja Sander, die zusammen mit ihrem Mann Constantin ein ausgefeiltes Nachhaltigkeits- bzw. Energiesparkonzept für ihr Einfamilienhaus im bayerischen Sinzing erarbeitete. Ein Haus, für dessen Fassade und Terrasse Kebony ausgewählt wurde – denn der nachhaltige Charakter und die ansprechende Optik des ausgesprochen widerstandsfähigen Holzes aus Norwegen passt perfekt in das Konzept der Sanders. 

Die in verschiedenen Sonnenstudien optimierte Süd-Ost Orientierung des Hauses und großzügige Fensteröffnungen sorgen sowohl für hohe solare Wärmegewinne und optimale Nutzung der Photovoltaikanlage auf dem Dach, als auch für helle, natürlich belichtete Räume. Im Sommer wird zudem überschüssige Solarenergie durch den Umkehrbetrieb der Wärmepumpe zur Kühlung über den Fußboden genutzt sowie zum Laden der Elektro-Roller. So reduziert die hier umfangreich genutzte Sonnenenergie sogar die Mobilitätskosten der Familie quasi auf Null. 

Beim Bau ihres Einfamilienhauses war für das Ehepaar ebenfalls eine gesunde Balance mit der Umwelt, der Natur und ihren Ressourcen sowie eine hohe Autarkie wichtig. Die zur Verfügung stehende Sonnenenergie soll optimal zur Stromgewinnung genutzt werden. So erzielt u. a. die Kebony-Holzfassade zusammen mit dem angewandten Holzständerbau eine vorteilhafte, CO2-neutrale Ökobilanz. Der Garten wird mithilfe einer Regenwasserzisterne bewässert. Der Autarkiegrad des Energiesparhauses (KfW40+) bzw. Plusenergiehauses liegt bei circa 85%. Denn dank der gut isolierten Gebäudehülle (Wände, Dach, Bodenplatte, Fenster) bedarf es nur einer reduzierten Anlagentechnik. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe wird ebenso für Warmwasser wie auch für die Fußbodenheizung genutzt. Hinzu kommt die Kombination aus Photovoltaik (Nennleistung: 6,3 kW) und Stromspeicher (16 kWh Kapazität). Es müssen also gerade einmal 15% des Strombedarfs extern bezogen werden.

In Bayern hat Holzbau Tradition, man findet überwiegend Gebäude mit Satteldach, einfachem Baukörper und in der Regel zwei Geschossen. Das Haus von Constantin und Tanja Sander wurde diesem Stil gerecht, jedoch modern umgesetzt. Beispielsweise wurde das Holzhaus ohne Dachüberstand gebaut. Auch dies war dank Kebony möglich, da die direkte Bewitterung einer Kebony-Fassade problemlos verläuft. Ziel der Sanders war, eine klare, zeitlose, schöne Hausfassade zu gestalten, die modern, besonders und natürlich zugleich wirkt und ohne hohe Instandhaltungskosten, langlebig, lebendig sowie wertig bleibt.

Mit Kebony haben sie dafür genau das richtige Produkt für Holzfassade (Kebony Character 19,8 cm bzw. 7,3 cm breit, 21 mm dick) und Terrasse (Kebony Character 120 mm) verwendet. Seine umweltfreundliche, auf die Imprägnierung mit einem Bio-Alkohol basierende Herstellungskette ist durchdacht bis zur Entsorgung. Aufgrund der speziellen Dimensionsstabilität und langen Haltbarkeit von Kebony kann außerdem eine ständige Wartung oder gar der Austausch von Holzmaterialien vermieden werden. Die besondere Fassadengestaltung der circa 13 x 6 Meter großen Südseite untergliedert sich in ein Spiel mit klaren Linien aus großen, offenen und geschlossenen Flächen. Die großzügigen Holzflächen wiederum sind unterteilt in über zwei geschosshohe Felder aus verschiedenen Brettbreiten. Den barrierefreien Übergang zur Terrasse lässt das Gebäude wie aus einem Guss erscheinen. Die natürliche silbergraue Patina sieht dabei nicht nur gut aus, sondern macht das Streichen überflüssig.

Das Ehepaar Sander hat sich ein Eigenheim geschaffen, das mit seiner flexiblen Grundrissgestaltung, einem zeitlosen, zurückhaltenden Design und nicht zuletzt mit nachhaltigen Produkten über Generationen hinweg als Wohnhaus dienen soll und kann.

Bauherren: 
Tanja Sander, Architektin
Constantin Sander, Dipl.-Holzwirt

Foto: René Sievert

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